CampnWork - Lebenshaltungskosten pro Land

Veröffentlicht am 9. Februar 2025 um 17:07

So Leute,

heute geht es um die Lebenshaltungskosten pro Land im Vergleich. Im letzten Blog habe ich ja von den kostenlosen und günstigen Stellplätzen  geschrieben.

Die Lebenshaltungskosten variieren stark von einem europäischen Land zum anderen.

Hier ist ein Überblick über einige der wichtigsten Aspekte, die die Lebenshaltungskosten beeinflussen:

  • Stell- oder Campingplatz (siehe letzter Blog)
  • Lebensmittel
  • Verkehr - Autobahngebühren (Mautgebühren) oder Mautbox
  • Freizeit und Kultur
  • Eventuell Gesundheitswesen (falls du mal ärztliche Versorgung benötigen solltest).

Es gibt immer Möglichkeiten, deine Kosten zu reduzieren (nur als kurzer Hinweis - ich bin Schwabe :-)).

 

Zu allererst musst du die Kosten für den Stellplatz in die Waagschale werfen (also die Stellplatzmiete). Wenn du im Durchschnitt 35 € pro Tag für einen Platz berechnest, dann wären das bei 30 Tagen mal locker 1.050 € (das würde einer gehobenen Miete einer Wohnung entsprechen, aber eventuell hast du ja einen festen Wohnsitz in Deutschland und den Camper, also würden diese Kosten noch auf die Miete obendrauf kommen). Daher Augen auf bei der Suche nach einem kostenlosen oder günstigen Stellplatz, insbesondere wenn du länger unterwegs sein möchtest.

Überlege genau, was du unbedingt auf deine Camper Tour mitnehmen möchtest. Überprüfe bevor du Lebensmittel oder Getränke einpackst, ob du alles wirklich benötigst und genügend Platz dafür hast (zu den Einpacktipps komme ich noch einmal in einem späteren Blog). Eventuell kannst du ja im Ausland billiger einkaufen. Und denke immer an das Gewicht. Unser Wohnmobil hat im Leerzustand zirka 3200 Kilogramm Gewicht. Das haben wir bei der BayWa mal wiegen lassen, allerdings hatten wir schon teilweise beladen. Ansonsten hat unser Camper etwas über 2.800 Kilogramm Leergewicht, also verbleiben unter 600 Kilogramm zum Beladen bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 3.500 Kilogramm. Das ist nicht viel, wenn noch 2 Personen, Laptop und Ausstattung, Wasser, Benzin, etc. "eingeladen" wird. Daher ein kleiner Tipp: niemals mit vollem Wassertank losfahren. Bei Überladung droht ein Bußgeld und unter Umständen ein Punkt in Flensburg - siehe Wohnmobil überladen von Pincamp.

 

Die Preise für Lebensmittel sind in den skandinavischen Ländern wie Schweden und Norwegen oft höher als in den südlichen Ländern wie Spanien und Portugal.

In Städten wie London und Paris sind die "Verkehrskosten" hoch, während sie in Ländern wie Polen und Ungarn niedriger sind (für öffentliche Transportmittel).

Es gibt eine Mautbox (Telepass - t Symbol) für fünf Länder, also für Italien, Frankreich, Spanien, Portugal und Österreich. Diese kostet 19,90 € Aktivierungsgebühr und folgende Jahresgebühr (inklusive kostenloser Halterung und einfacher monatlicher Abbuchung):

  • für Wohnmobile unter 3 Meter Höhe 22,90 € Jahresgebühr (Spanien ohne AP-1; Mautgebühren inklusive, außer für Österreich)
  • für Wohnmobile über 3 Meter Höhe 79,90 € Jahresgebühr (Mautgebühren inklusive).

In Dänemark und Schweden sind die Preise für Freizeitaktivitäten und Kultur hoch, während sie in Bulgarien und Rumänien niedriger sind.

Last but not least, wird eventuell noch eine Auslandskrankenversicherung benötigt. Bitte überprüfe, ob diese in deiner Krankenversicherung inkludiert ist. Falls du eine ärztliche Versorgung benötigen solltest, dann sind die Kosten in Niederlanden und Belgien höher als in Deutschland oder Frankreich. Um ganz sicher zu gehen, dass dein Camper im Notfall auch abgeschleppt wirst, wäre eine ADAC-Mitgliedschaft eventuell noch zu überlegen.

Aber es gibt immer Möglichkeiten, die Lebenshaltungskosten zu reduzieren, zum Beispiel:

  • Indem du deine Einkäufe planst (kaufe Lebensmittel in größeren Mengen, aber natürlich nicht zu groß - du solltest diese ja auch noch verstauen können)
  • Eigenmarken anstelle von teuren Markenprodukten wählen (sind oft genauso gut, aber deutlich günstiger)
  • Nutze öffentliche Verkehrsmittel oder fahre mit dem Fahrrad
  • Schalte deine Geräte aus, wenn du diese nicht benutzt (insbesondere wenn der Strom extra kostet)
  • Suche nach kostengünstigen oder kostenlosen Freizeitaktivitäten, wie Spaziergänge in der Natur, kostenlose Museen oder Veranstaltungen, Schwimmen oder Radfahren, Beach Volleyball, etc.
  • Selbst kochen, anstatt Essen zu gehen (auch um gesündere Mahlzeiten zu genießen)
  • Kaufe Kleidung zu reduzierten Preisen (zum Beispiel auf Flohmärkten oder Second-Hand-Läden).

 

Fazit

Die Lebenshaltungskosten in Europa sind stark von den spezifischen Ländern und Regionen abhängig. Es ist wichtig, die verschiedenen Kostenfaktoren zu berücksichtigen, wenn man über einen längeren Aufenthalt in einem anderen europäischen Land nachdenkt.

Ausblick auf den nächsten Blog:

Im nächsten Blog werde ich dir ein paar Einpacktipps und Ordnungshilfen, um deinen Camper für eine produktive und angenehme Reise zu organisieren.

In diesem Sinne: Work a mile and smile.

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